Baukastensystem

Schauen wir uns ein Mini-Auto aus der Erbmasse des Nachbarn genauer an. Und siehe da: es ist simpel und es besteht fast nur aus standardisierten Bauteilen.

Polizeiauto
Abb. 1. Plattform mit Grundbausteinen

Dieses Auto basiert auf einer Plattform und einem Fenstersteinchen. Sechs durchsichtige Steinchen, die das Prinzip eines Kombifahrzeugs treffend fassen. In allen drei Bausätzen kommt die Plattform und die Fenstersteinchen zum Einsatz. Es sind nicht nur drei Baukästen, es ist ein Baukastensystem!

Die Wikipedia hilft unter dem Stichwort Baukastensystem bzw. Modularität weiter. Dort heißt es:

Einzelne Komponenten lassen sich unterschiedlich zu einem Ganzen kombinieren, wenn sie wie Spielbausteine ausgeführt sind – das beschreibt das sprachliche Bild, das Gegenteil wäre einem Puzzle vergleichbar, bei dem jede Komponente nur genau einen möglichen Platz hat, und das System nur als ein ganzer Block (monolithisch) funktioniert.

Ein großer Vorteil ist, dass man alte Module leicht gegen neue Module austauschen oder neue Module zum Ganzen hinzufügen kann. Dafür brauchen Module klare Schnittstellen – möglichst genormt, um Probleme der Kompatibilität (des „Zusammenpassens“) gering zu halten.

Durch die Modularität von komplexen Systemen lässt sich deren Verständlichkeit für den Menschen erhöhen. Für den Hersteller, den Service wie auch Konsumenten kann ein Baukastenprinzip Vorteile bringen, besonders wenn als Anbieter standardisierter Einzelkomponenten unterschiedliche Unternehmen am Markt miteinander konkurrieren. Mögliche Vorteile sind:
  • Billige Herstellung durch baugleiche Serien
  • Niedrige Entwicklungskosten und schnellere Produktzyklen
  • Einfache Montageprozesse und Reparatur durch Austausch der fehlerhaften Komponente
  • Variationen durch Kombination mehrerer Komponenten verschiedener Gruppen aus einer Produktklasse

Man sollte meinen, die positiven Seiten eines Baukastensystems überwiegen? Oder fragt sich nur für wen?

Links

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