Postdienstleister als Betreiber - Nein!

Das Geschäftsmodell Zeppobox erscheint auf dem ersten Blick ideal für einen Postdienstleister als Betreiber, da Synergieeffekte genutzt werden könnten:

  • Die Zusteller können bei Abwesenheit des Empfängers einer Postsendung auf dessen Zeppobox-Teilnahme zurückgreifen. Durch das Hinterlegen der Postsendung in einem Zeppobox-Fach wird die Übergabe trotzdem realisiert. Der Empfänger erhält eine Nachricht bzw. E-Mail an seinen Zeppobox-Account über die Zustellung einer normalen Postsendung. Dies sichert nicht nur Authentizität und Integrität, sondern auch in einem höheren Maße Vertraulichkeit. Das Hinterlegen einer Postsendung beim Nachbarn ist unsicher und auch das Erkennen des Absenders der Postsendung durch den Nachbarn dient nicht der Vertraulichkeit.
  • Der Postdienstleister muss nicht immer selbst die Postsendungen überbringen. Das können die Beteiligten in vielen Fällen selbst. Es entlastet die Umwelt und trotzdem verdient der Postdienstleister mit.

Jedoch ist z.B. der größte deutsche Postdienstleister, die Deutsche Post AG inklusive dem Paketzustellter DHL, aufs engste mit dem Online-Handel und dessen Devise des Bringeservice verknüpft. Es geht bei DHL immer nur darum, die Logistik zu verbessern und effizienter zu gestalten. Die Zeppobox ist jedoch kein Zwischenparkplatz für den Online-Handel. Sie ist Bindeglied zur Übergabe von Dingen zwischen Sender und Empfänger direkt. Nur in Ausnahmfällen, wenn der Teilnehmer einem Postdienstleister zugestanden hat, als Sender auftreten zu dürfen, darf ein Postdienstleister bei Abweisenheit des Empfängers einer Postsendung die Zeppobox des Teilnehmers nutzen.

Auch wenn es verlockend erscheint, einen Postdienstleister als Betreiber für Zeppobox zu gewinnen, so ist es dennoch keine Option. Diese sind zu sehr mit dem Onlinehandel verwebt.

Links

  • Jeder kann Bostbote sein - MyWays.com, zum Link