Echtzeitkonto-Anbieter oder Bank als Betreiber

Das Geschäftsmodell Zeppobox funktioniert für einen Anbieter von Echtzeit-Konten bzw. einer Bank am besten, da Synergieeffekte genutzt werden können:

  • denn nur dieser hat Erfahrung mit Echtzeit-Überweisungen mit angebundenem Girokonto als Referenzkonto, und nur
  • dieser hat bereits eine Banklizenz in Deutschland.

Ohne Kooperation wird es nicht gehen. In Frage käme jede deutsche Bank, die am Aufbau eines Echtzeit-Kontosystems interessiert ist, denn letztlich ist das die Zukunft im Mobile Payment und Micropayment. Aber auch Neugründungen wie Yapital zeigen, dass man auch ohne jahrelange Bankerfahrung etwas aufbauen kann.

Das Bezahlsystem, welches die Zeppobox nutzen wird, wird sich als vorherrschendes, permanent genutztes Bezahlsystem unter Privatanwendern etablieren, denn dieses Bezahlsystem ist keine zusätzliche Option zum Bezahlen wie im Fall PayPal oder Yapitel, sondern die einzige Möglichkeit, die Zeppobox zu nutzen.

Banken bisher außen vor

Frank Dahlmann schrieb im April 2013 in einem Artikel über neue Bezahlsysteme unter der Überschrift Die Verlierer:

Bisher dominieren Banken und Kreditkartenunternehmen das Geschäft. Sie stellen die Terminals, machen die Verträge und sorgen für die Abwicklung. Sie könnten auch die großen Verlierer werden. Während sich die Kreditkartenunternehmen zunehmend an Square und Co. beteiligen, um nicht aus dem Markt gedrängt zu werden, verlieren die Banken zunehmend den direkten Kontakt zum Kunden und rutschen in die reine Abwicklerrolle hinein. Die Wertschöpfungskette verläuft ohne sie.[1]

Im Magazin t3n sieht Maik Klotz derzeit 5 Big Player im Markt des Mobile Payment: Amazon, Apple, Google, PayPal und Mobilfunkprovider T-Mobile.

Einen eindeutigen Gewinner gibt es noch nicht, aber es gibt Anbieter, die einen gewissen Vorsprung haben. Die Banken bei der Betrachtung auszuschließen, ist sicher falsch. Auf der anderen Seite könnte es sein, dass sie dazu verdammt sind, den Zahlungsverkehr abzuwickeln und beim Mobile Payment nur im Hintergrund operieren werden.[2]

Quellen

  • [1] Frank Dahlmann, Sind wir quitt?, in: brand ein 04/2013, S. 137, zum Link
  • [2] Maik Klotz, Mobile Payment: Die „Big Five“ und warum Startups keine Chance haben, zum Link

Links zu Echtzeit-Überweisungsanbietern